Die Naturfotografie von Federbällen

Kueken-Holger-Hackenjos-Naturfotografie

Jetzt ist es an der Zeit die Kamera tiefer zu legen und sich auf kleine Federbälle zu konzentrieren. Denn zur Zeit sind viele Küken geschlüpft und werden von Ihren Eltern den Teichnachbarn vorgestellt. Optimal ist es wenn sich ein Fotograf bereits ein geeignetes Plätzchen mit vielen Gänsen oder Enten bereits weit im voraus ausgesucht hat.

Eine gute Übungseinheit für Kükenfotos kann man bei Gänsen machen. Wenn die Gänse mit ihren Küken am Uferbereich Gras zupfen, sollte man in einigem Abstand warten und die Gänse behutsam und sehr, sehr vorsichtig und langsam an sich gewöhnen. Lieber ein oder zwei Tage ohne Fotos von Gänseküken nach Hause gehen, als die Tiere zu belästigen oder sogar zu vertreiben. Nach einer kleinen Weile gewöhnen sich die Tiere an den Naturfotografen und dann ist es Zeit genug für ein entspanntes Fotoshooting mit einer Gänsefamilie.

Wichtig bei der Annäherung ist es auch sich klein zu machen also in der Hocke,
auf Knien oder bäuchlings über den Boden den Tiere nähern. Einerseits wirkt ein Naturfotograf auf die Gänse dann nicht so bedrohlich und andererseits haben Fotos die auf Augenhöhe mit den Küken entstanden sind das gewisse Etwas!

Ein wichtiger Tipp: Die von den Gänsen besuchte Wiesen werden von den Vögeln gerne als öffentliche Toilette verwendet. Deshalb mit alter Kleidung auf die Pirsch gehen, oder Regenjacke und Hose drüber ziehen! Andernfalls bekommt man den Duft der Wildnis auf die „guten“ Klamotten gedrückt während man über die Wiese robbt.

Sollten sich die Hälse der Gänse recken und sie in Richtung eines Fotografen blicken, langsam aber stetig mehr Abstand zwischen sich und den Tieren bringen. Denn dann ist man den Tieren zu nahe gekommen oder man hat sie durch unruhige Bewegungen erschreckt. Meistens beruhigen sich die Vogeleltern nach einer kleinen Weile und man kann weiter schöne Bilder machen. Nachdem die Bilder „im Kasten“ sind, langsam und vorsichtig die Lokation verlassen, damit die Tiere nicht unnötig gestresst werden und der nächste Naturfotograf keine kamerascheuen Modelle vorfindet.

Auf geht´s, die Federbälle warten….

 

 

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